Niemcy: Turecki polityk żąda usunięcia krzyża z sali sądowej

Niemcy: Turecki polityk żąda usunięcia krzyża z sali sądowej

W Niemczech trwa proces trójki działaczy NSU (Narodowosocjalistyczne Podziemie), którego działalność dość mocno cuchnie wsparciem służb specjalnych (zobacz szczegóły w poniższym odnośniku). Na marginesie tego procesu doszło do dość bezczelnego żądania wysuniętego przez obserwatorów z Turcji.

Postępowaniu karnemu w sprawie NSU przygląda się sześcioosobowa delegacja parlamentarzystów z Ankary. Jednym z nich jest deputowany tureckiego parlamentu z ramienia opozycyjnej CHP, Mahmut Tanal. Wezwał on do uśnięcia z sali rozpraw krzyża, gdyż stanowi on “zagrożenie dla rozdziału religii od państwa” i stanowi “obrazę świeckiego państwa prawa”, natomiast w wywiadzie dla tabloidu Bild stwierdził, że symbol chrześcijaństwa na ścianie sali sądowej stanowi “zagrożenie” dla wszystkich niechrześcijan.

Wypowiedź Tanala spotkała się z mniej lub bardziej zdecydowanym sprzeciwem niemieckich parlamentarzystów. Guenter Beckstein, będący członkiem bawarskiej CSU i jednocześnie wiceprzewodniczącym Synodu Kościoła Ewangelickiego(EKD) w Niemczech, przypomniał, że w procesie obowiązują przepisy niemieckiego prawa. “W państwie takim jak Niemcy, nacechowanym chrześcijaństwem ważne jest, by pokazać, że Bóg stoi ponad człowiekiem” – powiedział Beckstein. Dodał również, że “Niemcy są nacechowane chrześcijaństwem, podczas gdy w Turcji liczy się tradycja muzułmańska”.

Według przewodniczącego frakcji CDU/CSU w Bundestagu, Güntera Kringsa “krzyż symbolizuje miłość bliźniego i tolerancję i jest wyrazem chrześcijańskich korzeni kultury europejskiej”, a inny deputowany z ramienia CSU, Johannes Singhammer, stwierdził po prostu, iż “taki jest porządek prawny w Niemczech. Krzyż pozostanie”.

O ile można mocno polemizować z symboliką krzyża o tyle cieszy fakt, że nawet demoliberalni politycy potrafili zdobyć się na akt sprzeciwu względem żądań muzułmańskiego gościa, i przypomnieli sobie, iż chrześcijaństwo stanowi jeden z ważniejszych fundamentów cywilizacji europejskiej.

na podstawie: dw.de

http://www.autonom.pl/?p=5652

http://www.dw.de/resignation-sets-in-as-neo-nazi-trial-continues/a-16812649

 

Türkischer Politiker sieht in Kruzifix “Bedrohung”

Im NSU-Prozess sorgt das Kruzifix im Saal des Oberlandesgerichts München für Wirbel: Ein türkischer Politiker sieht darin einen Verstoß gegen die Prinzipien des säkularen Rechtsstaats.

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Foto: Getty Images Einen türkischen Politiker stört das Kruzifix (links hinten) im Saal des Oberlandesgerichts München. Vorne rechts: Beate Zschäpe und ihre Anwälte

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Nach dem Auftakt des NSU-Prozesses hat ein türkischer Politiker das Oberlandesgericht in München aufgefordert, das Kruzifix aus dem Verhandlungssaal zu entfernen. Das christliche Symbol stelle einen Verstoß gegen die Prinzipien des säkularen Rechtsstaats dar, sagte der Parlamentsabgeordnete Mahmut Tanal der “Bild” vom Dienstag.

Das Kreuz sei zudem eine “Bedrohung” für alle Nichtchristen, sagte er mit Blick auf die muslimischen Angehörigen der türkischen NSU-Opfer. Deshalb müsse das Kruzifix “sofort” verschwinden.

Tanal gehört der säkularen Oppositionspartei CHP an und war Mitglied der sechsköpfigen Parlamentarierdelegation aus Ankara, die bei der Prozesseröffnung am Montag im Gerichtssaal anwesend war. Der Politiker bekräftigte den in der Türkei bereits zuvor erhobenen Verdacht, dass der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund von Kräften im deutschen Staatsapparat unterstützt worden sei.

Wenn eine Bande in verschiedenen Städten Deutschlands mit ein und derselben Waffe acht Türken und einen Griechen ermorden könne, ohne entdeckt zu werden, dann bedeute dies, “dass dahinter staatliche Kräfte stehen”, sagte Tanal. Ohne den Schutz durch Kräfte im deutschen Sicherheitsapparat hätte der NSU die Verbrechensserie nicht so ungestört begehen können, fügte er hinzu.

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Der CHP-Abgeordnete Mahmut Tanal (ganz links) bei einem hitzigen Wortgefecht im türkischen Parlament<br />

Foto: AFP Der CHP-Abgeordnete Mahmut Tanal (ganz links) bei einem hitzigen Wortgefecht im türkischen Parlament

NSU-Prozess

Erster Verhandlungstag endet mit Verschiebung

Das Kruzifix sollte nach Ansicht des CSU-Politikers Günther Beckstein nicht entfernt werden. Er sehe keine Notwendigkeit, sagte Beckstein am Mittwoch. “Das Kreuz sollte hängen bleiben”, betonte der frühere bayerische Ministerpräsident und langjährige Innenminister. Eine Bedrohung für Nichtchristen durch das Kreuz sei für ihn nicht erkennbar.

Für Kanals Forderung, dass Kruzifix zu entfernen, zeigte Beckstein wenig Verständnis. “Deutschland hat eine christliche Prägung, während in der Türkei die muslimische Tradition wichtig ist”, sagte er und fügte hinzu, die NSU-Mordopfer hätten alle in Deutschland gelebt.

Bei der Verhandlung gelte deutsches Recht. In einem christlich geprägten Land wie Deutschland sei es wichtig, deutlich zu machen, dass Gott über dem Menschen stehe, sagte Beckstein, der auch Vize-Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist.

Deutsche Bischofskonferenz ebenfalls für Kruzifix

 

Der Sprecher der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Matthias Kopp, stellte sich ebenfalls hinter die Entscheidung des Münchner Oberlandesgerichts für das Kruzifix: “Das Kreuz gehört dahin, wo es hängt: in den Gerichtssaal”, sagte Kopp.

Auch der CDU-Politiker Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, sieht keinen Grund, das Kreuz abzunehmen: “Es symbolisiert Nächstenliebe und Toleranz und ist Ausdruck unserer christlich-abendländischen Wurzeln.

Es ist gut und richtig, auch im Gericht daran erinnert zu werden.” Der CSU-Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer sagte der “Bild”-Zeitung: “Es gilt die deutsche Rechtsordnung. Das Kreuz bleibt.”

Keine einheitliche Regelung

 

Das Aufhängen von Kreuzen in deutschen Gerichten ist nicht einheitlich geregelt. Es sorgte in der Vergangenheit immer wieder für Streit. In Nordrhein-Westfalen führte die Entscheidung der Justiz, nach dem Umzug in das neue Düsseldorfer Amts- und Landgericht im März 2010 auf Kreuze zu verzichten, zu Protesten der Kirchen.

Nach Gesprächen kam man überein, dass zwar in den Sitzungssälen keine Kreuze mehr aufgehängt werden, allerdings an einem anderen Ort im Gerichtsgebäude ein Kreuz angebracht wird.

Das Landgericht Saarbrücken urteilte 2001, das christliche Symbol müsse entfernt werden, wenn ein Betroffener damit sein Grundrecht auf Glaubens- und Bekenntnisfreiheit verletzt sieht.

Zehn Morde vorgeworfen

 

In dem am Montag in München gestarteten Verfahren, das am 14. Mai fortgesetzt werden soll, muss sich die Hauptangeklagte Beate Zschäpe als einzige Überlebende des Zwickauer Neonazitrios wegen Mittäterschaft bei zehn Morden verantworten.

Ihre mutmaßlichen Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos hatten sich im November 2011 selbst getötet.

Vier Mitangeklagten Zschäpes wird Unterstützung des jahrelang unentdeckten NSU beziehungsweise Beihilfe zu dessen Taten vorgeworfen. Die Zelle soll zwischen dem Jahr 2000 und dem Jahr 2007 acht türkischstämmige Kleinunternehmer, einen griechischstämmigen Mann und eine deutsche Polizistin ermordet haben.

 

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